Allgemeine Strategien in Texas Holdem
Texas Holdem Poker
ist ein sehr strategisches
Spiel und setzt ein gutes mathematisches
Verständnis
bzw. Gefühl voraus. Im Einzelfall kann natürlich ein
gute
Portion Glück nicht schaden, denn auch der beste Spieler
braucht
dann und wann gute Karten. Auf längere Dauer gesehen
jedoch
wird Glück mit Hilfe von Wahrscheinlichkeiten in den
Hintergrund
verbannt.
Die
Position
Die Position spielt beim
Poker
eine große Rolle. Wie schon in den allgemeinen Texas Holdem
Regeln erwähnt, hat der Spieler am Dealerbutton einen
enormen Positionsvorteil.
Warum? Der Spieler am Dealerbutton kann als letzter
über seinen Einsatz bestimmen. Er sieht wieviele Spieler Geld
in
den Pot setzen, wer erhöht usw. . Aufgrund dessen
verfügt er
über einen sehr großen Informationsvorteil
gegenüber einem
Spieler in den ersten Positionen und kann danach seine Entscheidungen
treffen. Er kann sich den Flop billig ansehen falls noch nicht
erhöht worden ist und er z.B. auf eine Straße setzt.
Würde er als einer der ersten agieren müssen, kann er
sich
nicht sicher sein, ob nicht nach ihm noch der Einsatz in die
Höhe
getrieben wird und es zu teuer wird, den Flop wegen einer realativ
unwahrscheinlichen Straße zu sehen. Deswegen wird
er in den
ersten Position erst gar nicht Geld für eine Straße
riskieren und nicht darauf zu setzen, dass der Pot nicht
erhöht wird.
Pocket
Cards
Die besten Pre-Flop
Karten sind kalrerweise hohe Pärchen
wie AA, KK, QQ.
Mit diesen Karten sollte man im allgemeinen
(Ausnahmen bilden die Regeln) erhöhen.
Warum? Falls der Flop
billig zu haben ist, werden sich viele "Limper" die ersten drei
Gemeinschaftskarten ansehen und eventuell auf eine potentielle
Straße oden einen Flush bzw. Flushdraw hoffen. Um diese
Spieler
gleich Pre-Flop hinauszukicken sollte man den Einsatz
vergrößern. Ein guter Anhaltspunkt ist je nach
Spielweise
und Spielweise der Gegner das drei bis fünffache des
Big-Blind.
Hohe Karten wie AK, AD, KQ sind
ebenfalls sehr, sehr gute
Starthände, insbesonder falls diese suited sind, da dann
noch
zusätzlich die Chance auf den höchsten Flush besteht.
Falls
man mit den Gemeinschaftskarten ein Pärchen bekommt hat man
mit
großer Wahrscheinlichkeit die besten Karten am Tisch.
Zumindest
zu diesen Zeitpunkt. Falls man jetzt zu zaghaft erhöht gibt
man
anderen Spielern die Möglichkeit auf einen Drilling oder zwei
Pärchen.... Um das zu vermeiden sollte man vor der Turn-Karte
kräftig erhöhen damit die Gegner dafür
zahlen
müssen, falls sie noch eine Karte sehen wollen. Aber: Falls
man
mit dem Flop nichts bekommt und der Pot wird erhöht
sollte man nicht zu verliebt in seine hohen Karten sein und aussteigen.
Kleine Pärchen sind
gute Karten falls man den Pot billig zu sehen
bekommt. Wenn man mit den drei Gemeinschaftskarten eine Drilling
bekommt (Wahrscheinlichkeit ca. 13%), hat man ein sehr starkes Blatt
und
wird die Runde mit ziemlicher Sicherheit gewinnen. Falls nicht kann man
immer noch rechtzeitig aussteigen ohne viel Geld zu verlieren.
Weitere Karten die
man in billigen multiway-pots
spielen kann sind suited-connectors,
wie beispielsweise 78s. Diese bieten die Möglichkeit auf eine Straße und einen Flush.
Die
besten Starthände
AA, KK, QQ, JJ, AKs, AQs, TT, AK, AJs, KQs, 99, ATs,
AQ, KJs, 88, QJs,
KTs, A9s, AJ, QTs, KQ, 77, JTs, A8s, K9s, AT, A5s, A7s, KJ, 66, T9s,
A4s, Q9s, J9s, QJ, A6s, 55, A3s, K8s, KT, 98s, T8s, K7s, A2s.
Das bedeutet jedoch
nicht, dass man all diese oder nur diese Hände spielen sollte.
Das ist abhängig von der Anzahl der Spieler, von der Position,
vom
eigenen Spielstil, vom Spielstil der anderen.... Am Anfang empfiehlt es
sich jedoch nur die sehr, sehr guten Hände zu spielen .
Pot Odds
Pot Odds sind beim Texas
Holdem Poker sehr
wichtig und man sollte diese sobald man den Flop gesehen hat in seine Entscheidungen
miteinbeziehen bzw. diese sogar davon Abhängig machen. Was
sind
Pot Odds? Angenommen unsere "Pocket Cards" sind Ah4h und der Flop
bringt zusätzlich die Karten 7h9hDc. Somit haben wir vier
"hearts"
und eine gute Chance auf eine "Flush" der aufgrund unserer Ass der
höchstmögliche Flush wäre und wir den Pot
gewinnen
würden (zumindest meistens). Jetzt stellt sich die Frage
wieviel
uns die nächste Karte (in diesem Fall die
"Turncard") kosten darf um gerechtfertigt mitzugehen.
Dazu ermittlen wir die Wahrscheinlichkeit, dass mit der
nächsten Karte ein Herz kommt. Eine einfache
Annäherungsmethode ist jene, dass man seine "Outs" zählt. "Outs" sind
jene Karten die vorteilhaft sind. In unserem
Fall wären das alle verbliebenen "hearts"
(13 - 4 = 9). Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus der
Annäherungsfomel 9 (meine "Outs) mal 2 plus 2 (9*2+2=20). In
unserem Falll wären dies ca. 20%. Was bedeutet das? Angenommen
es
sind "preflop" $20 im Pot. Wir sitzen am Dealerbutton und haben den
Vorteil als letzter zu agieren. Drei Spieler vor uns gehen mit $10 in
den Pot, die anderen steigen aus. Mitgehen oder nicht mitgehen?
Insgesamt wären in unserem Fall $50 im Pot + $10 wenn wir
mitgehen, also $60. Zuvor haben wir berechnet, dass wir eine 20%
Wahrscheinlichkeit auf einen Flush haben. Das würde bedeute,
dass
wir eine Gewinnerwartung von
0,2 (20%) mal $60 haben (0,2 * 60 = 12). Diese wäre demnach
$12.
Bezahlen müssen wir jedoch nur $10. Deshalb werden wir uns die
Turnkarte auf alle Fälle ansehen. Auf längere Sicht
machen
wir aus diesen Situationen richtig gespielt auf alle Fälle Gewinn.
Implied
Odds
"Implied Odds" sind um einiges schwieriger zu errechnen
als "Pot Odds".
In diese bezieht man nicht nur die Summe ein die schon im Pot ist,
sondern auch jene die noch in den Pot kommen wird. Dazu muss man seine
Gegner und deren Karten sehr gut einschätzen können
und das
bedarf einiges an Erfahrung.
|